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Chronik

Erste Gründungsphase im 19. Jahrhundert

Wie in vielen anderen Dörfern und Städten in unserer Umgebung, kam es in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts auch in unserer Ortschaft zu wiederholten Brandkatastrophen. Eine solche Brandkatastrophe um 1880, die 15 Häuser einäscherte, war auch der Anlass zur Gründung eines Feuerwehrvereines in Deutsch Tschantschendorf. Laut mündlicher Überlieferungwurde dieser Feuerwehrverein von Stefan Hafner gegründet. Er war 1858 als Sohn des Gastwirtes Hafner (später Krammer, heute Gasthof Wehofer) geboren, besuchte die Lehrerbildungsanstalt in Ungarn und trat seine
Lehrerstelle auch in seinem Heimatort an.
Die damalige Ausrüstung bestand aus:
1 Karrenspritze Fabrikat „SELTENHOFER“ und
1 Handdruckspritze Fabrikat „SELTENHOFER ÖDENBURG“
die bis in die 50er Jahre des 20. Jahrhunderts in Betrieb blieben. Aufgrund einer polizeilichen Regierungsverordnung von 1888 wurden alle Gemeinden in der damaligen österreichischungarischen Monarchie zur Gründung einer freiwilligen Feuerwehr verpflichtet. Wo dies-nicht möglich war, musste aus der Reihe der 20 – 40jährigen Männer eine Pflichtfeuerwehr aktiviert werden. Trotzdem löste sich dieser Feuerwehrverein in Deutsch Tschantschendorf später auf und es kam dann 1908 zur offiziellen Neugründung.

Offizielle Gründung 1908 NEMETCSENCS (Deutsch Tschantschendorf)
Die Gründungsurkunde umfasst 13 Seiten in ungarischer Sprache mit insgesamt 47 Paragraphen.
Hauptmann dieses Vereines war wieder Stefan
Hafner. Laut Überlieferung war der erste Einsatz der Feuerwehr im Sommer 1909 die
Suche nach einem vermissten Mädchen aus
Tudersdorf. In den Wirren während und nach dem 1. Weltkrieg hat sich diese Wehr dann aufgelöst.

Neugründung 1925

Laut Niederschrift vom 22. März 1925 wurde unsere Wehr neu gegründet.
Bürgermeister: Franz Rosner
Kommandant: Oberlehrer Karl Tunkl
Feuerwehrinspektor: Fischl Julius
Name der Wehr: „Freiwilliger Feuerwehrverein
Deutsch Tschantschendorf“
Die Feuerwehr war zu jener Zeit nach dem
Vereinsgesetz organisiert, daher auch dieser Name. Untergebracht war die Wehr im 1924 umgebauten Gemeindehaus.

Chronik wird demnächst fortgesetzt.

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